WAS IST ROLLER DERBY?

Roller Derby ist ein ballloser Vollkontaktsport auf Rollschuhen. Seinen Ursprung findet er in den USA. Dort ist er in den 1930er Jahren entstanden und etablierte sich während der 1970er schließlich zum Frauensport und wird heute auch noch von überwiegend Frauen* ausgeübt. Roller Derby ist eine sehr athletische Sportart, bei der es vor allem auf die Ausdauer, Kraft, Geschwindigkeit und das Geschick der einzelnen Spielerinnen sowie deren Zusammenspiel im Team ankommt. Dazu gehört ein komplexes Regelwerk, das weltweit gilt und seit 2004 durch den Dachverband WFTDA (Women’s Flat Track Roller Derby Association) existiert.
In Deutschland fanden sich 2007 die ersten Teams. Drei Jahre später wurde die erste deutsche Meisterschaft ausgetragen und schon 2011 die Weltmeisterschaft in Toronto, an der sich 13 Nationen beteiligten. Die wachsende Begeisterung für diesen Sport sorgte dafür, dass sich heute mittlerweile über 30 Teams allein in Deutschland befinden, sechs davon in NRW. Seit 2015 messen sich diese Teams in der deutschen Bundesliga.

DIE GRUNDREGELN

Roller Derby wird auf einer flachen ovalen Bahn, dem sogenanten „Flat Track“ gespielt. Die Spielzeit ist in zwei Hälften zu je 30 Minuten eingeteilt, die sich aus einer unbegrenzten Anzahl an Jams mit maximal zwei Minuten zusammensetzen. Die Teams starten mit jeweils fünf Spielerinnen. Darunter befinden sich vier Blockerinnen inklusive Pivot und der Jammerin.  
Die Jammerin ist durch eine Helmhaube mit Stern gekennzeichnet und sammelt die Punkte für das Team, durch das legale Überholen der gegnerischen Blockerinnen. Sie startet hinter dem „Pack“ (die Gruppe aus Blockerinnen und Pivots beider Teams). Die Jammerin, die es als erste durch das Pack schafft ist „Lead-Jammerin“ und kann damit den Jam frühzeitig abbrechen. Das Zeichen hierfür ist das Klopfen mit den Händen auf die Hüfte. Ziel der Blockerinnen ist es, die eigene Jammerin durch geschicktes Manövrieren und/oder Tacklen zu unterstützen und darüber hinaus die gegnerische Jammerin davon abzuhalten, Punkte zu sammeln.

Der hierbei erlaubte Köpereinsatz ist genauestens im Reglement festgeschrieben und wird durch bis zu 21 Offizielle im Spielverlauf überwacht. Darunter befinden sich auch die Referees. Wer gegen die Regeln verstößt, wird von ihnen in die “Penaltybox“ geschickt und muss dort seine Strafe von 30 Sekunden absitzen.